Zero Waste in Kroatien

Im November 2019 trafen sich 21 Jugendliche aus dem Donauraum in Krizevci, Kroatien, um mehr über Wege der Abfallvermeidung zu erfahren. Es war eine interaktive und interkulturelle Woche voller neuer Inputs, Workshops und Aktivitäten im Begegnungszentrum 'Mariapoli Faro'. Die Teilnehmer aus Rumänien, der Ukraine, Bulgarien, Kroatien und Deutschland sensibilisierten auch die Bürger von Krizevci im Rahmen eines öffentlichen Kreativ-Workshop-Tages mit Zero Waste Praktiken.
Zum Artikel:
Erstellt: 
11.12.2019 / 17 Uhr
Text: 
Starkmacher, Foto: Teresa Boulle

Input, Austausch und praktische Erfahrungen

Die Jugendlichen konnten ihre Erfahrungen und Ideen zur Abfallvermeidung austauschen und die Abfallmanagementsysteme ihres eigenen Landes vorstellen. Der Austausch und die Beiträge der Gruppenleiter und Gastredner zeigten alternative Wege des Konsums und motivierten die Teilnehmer, davon etwas in der eigenen Heimat umzusetzen.

Im Mittelpunkt standen Methoden und Ideen des plastikfreien Wohnens. Ein Ausflug zu einem Abfall- und Recyclingort gab Einblicke in die Abfallwirtschaft der Kleinstadt. Die Teilnehmer stellten fest, dass das System verbessert werden muss und die Menschen mehr über die Auswirkungen von gefährlichen Abfallprodukten erfahren müssen. Eine Säuberung in der Stadt, gefolgt von einem detaillierten Abfall-Audit gab der Gruppe Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln, wie man Abfall dokumentieren und ihn schrittweise reduzieren kann.

Am letzten Tag bereitete die Gruppe einen Workshop-Tag für die Gemeinschaft von Krizevci vor. Es war eine einzigartige Möglichkeit für die Teilnehmer, Fachwissen auszutauschen und zu teilen. Die Gäste waren begeistert und zeigten großes Interesse an dem Thema. Der Tag bot auch Gelegenheit, gleich erste praktische Erfahrungen zu Zero Waste Praktiken zu sammeln. Zum Beispiel wurde gezeigt, wie man eine eigene Zahnpasta herstellt oder ökologische „Seed Bombs“ baut.

Einer der Höhepunkte und viel Diskussionsstoff bot der Vortrag über grünes Unternehmertum. Ein Gespräch mit der Gemeinde gab den Teilnehmenden einen besseren Einblick in das Abfallmanagement der Stadt, welches eine große Herausforderung für die Kommune darstellt und mehr Unterstützung aller Bürger erfordert.

Ergebnisse teilen

Während der ganzen Woche entwickelten die TeilnehmerInnen auch Beiträge für eine Materialsammlung, ein „Toolkit“, das bald auf der Website des Projekts veröffentlicht wird. Das interkulturelle Zusammenleben unter den Jugendlichen aus fünf Ländern war für viele eine wichtige positive Erfahrung.