Brückenbauer mit besonderen Fähigkeiten

Vom 6.-12. November fand eine deutsch-türkische Begegnung in Berlin statt. Unter dem Titel „GreenUp Bridges“ konnten 10 Jugendliche aus Deutschland und 10 aus der Türkei einen Einblick in die grüne Berufswelt, insbesondere in grüne Start-Ups bekommen. Gemeinsam mit dem Partner ‘Konya Metropolitan Municipality Kilicarslan Youth Center’ aus der Türkei, sollte diese Woche junge Erwachsene über die Grundlagen von grünem Unternehmertum und Nachhaltigkeit informieren.
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23.11.2017 / 20 Uhr
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Starkmacher, Fotos: Teresa Wald

Teil dessen waren inspirierende Diskussionen sowie Präsentationen zu Themen wie Future Trends, Gründungsschritte und innovatives Denken. Die Gruppe besuchte beispielhafte Start-Ups und nachhaltige Initiativen wie das "Sirplus", einen Shop mit geretteten Lebensmitteln, das Kulturlabor "Trial&Error", einem Kollektif für nachhaltige Projekte oder das "Baumhaus", einem Ort für "grünen Aktivismus".

Interessant war der Austausch über die Herausforderungen der Jugendlichen in der Suche nach einem Beruf und Arbeitsplatz. Selman aus Konya erklärte, dass in ihrer Heimat zwar viele kleine Unternehmen gegründet werden, sie jedoch am Ende früh scheitern aufgrund von mangelnder Kompetenz und fehlendem Know-How. Dagegen sind die Jugendlichen in Deutschland, so Ronja aus Stutensee, eher weniger willig und motiviert, das Risiko einzugehen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Es gebe zu viele Arbeitschancen und Möglichkeiten in der Industrie, wo man gute Chancen auf einen Job habe.

Sich über diese "neutralen" Themen auszutauchen, war eine gute Möglichkeit des Dialogs zwischen den Kulturen ohne die Belastung allzu politisch beeinflusster Positionen.

Ein Höhepunkt des Meetings war die öffentliche Veranstaltung im "Baumhaus", bei dem es einen lebendigen Autausch über die Situation des Klimawandels in beiden Ländern gab.

Auch der Besuch der türkischen Botschaft und die Einladung zum Tee mit süßem türkischem Gebäck beim Botschafter der Türkei war ein besonderes Erlebnis für alle. Er forderte die jungen Menschen auf, sich zu treffen und einander persönlich kennen zu lernen. Spontan lud er die deutsche Gruppe nach Konya ein, um den Austausch zu vertiefen.
Die positive Bilanz von Sura aus Konya steht für den Erfolg dieser Begegnung: Ermutigt und bestärkt durch das Projekt „GreenUp Bridges“ ist sie derzeit in der Gründungsphase ihres eigenen Designs und Shops für Second-Hand-Kleidung.

 

Mehr Informationen zum Projekt "GreenUp Bridges" hier >>