Vielfalt der Kulturen und Lebenssituationen

Knapp 25 junge Teilnehmer aus Bosnien, Deutschland und Frankreich waren Ende Juli/Anfang August 2019 am Bodensee zusammen. Bei der interkulturellen und inklusiven Workshop-Woche drehte sich alles rund um das Thema Vielfalt. Das Projekt dient der besseren Verständigung unter Jugendlichen unterschiedlicher Kulturen, zwischen Menschen mit und ohne Flucht- oder Migrationserfahrung und Menschen mit und ohne Behinderung.
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07.10.2019 / 10 Uhr
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Starkmacher; Fotos: Wiebke Weinbrenner

Die erste und offensichtlichste Hürde, die die Teilnehmer der Projektwoche "Living diversity" zu meistern hatte, war die Sprache. Aber Vielfalt war unter vielen Aspekten das beherrschende Thema der Woche: Vielfalt der Kulturen, der Lebenshintergründe mit und ohne Fluchterfahrung, eines Lebens mit oder ohne Behinderung.

Thematische Impulse und kreative Workshops

Die Woche in Friedrichshafen am Bodensee war eine gute Gelegenheit, Leben und Alltag miteinander zu teilen: die Teilnehmer kochten miteinander, trafen sich morgens zu inhaltlichen Impulsen zum Thema Vielfalt und arbeiteten dann kreativ zusammen: durch Theaterspiel und Malerei näherten sich die jungen Bosnier, Franzosen und Deutschen dem breiten Thema Diversität.

Spontane Performance beim Kulturfestival

Teresa Boulle betreut als Projektleiterin die Initiative "Living Diversity" und freut sich über die engagierte Beteiligung: "Die Herausforderungen waren groß - allein den Alltag miteinander zu wuppen, war gar nicht so leicht... Wir hatten fähige, gut ausgebildete Gruppenbegleiter dabei und am Ende war sogar eine spontante Performance beim "Kulturufer" möglich - einem Kulturfestival dort in der Region!"

Gutes Feedback

Bei den Interviews der Teilnehmer am letzten Tage zogen viele ein sehr positives Resümee. Zwei Beispiele:

Berma (aus Serbien): "Was ich in unserer Gruppe gelernt habe? Also, als erstes sollten wir die anderen kennenlernen, um die Schönheiten im unserem Leben kennen zu lernen. Es geht darum, optimistisch zu sein, denn hinter jedem schlechten Ereignis steckt etwas Gutes. Ich fühle mich sehr reich, weil ich Menschen glücklich mache."

Ansa (aus Pakistan, lebt in Deutschland): "In unsere Gruppe geht es darum, dass jeder seine eigene Geschichte schreibt, denn man sollte nie über jemanden urteilen. Wir haben wir uns gegenseitig vorgestellt und über Dinge gesprochen die uns glücklich machen. Mir gefällt es, dass jeder zusammen gearbeitet hat, es war sehr schön, andere Kulturen kennen zu lernen, weil wir alle sind unterschiedlich aber trotzdem gleich."