Gerechtigkeit und Frieden zwischen Theorie und Praxis

"Über Gewaltlosigkeit zur Gerechtigkeit" – unter diesem Titel kamen Anfang April im spanischen Granada Wissenschaftlicher, Studierende, Engagierte in NGOs und Mitarbeiter in der Jugendarbeit zusammen. Etwa 40 Teilnehmende diskutierten über die Ursachen von Gewalt, über Gerechtigkeit und ihre ethische Grundlagen und vertieften insbesondere die die philosophische und anthropologische Dimension der Beziehung zwischen Mensch und Natur.
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20.05.2019 / 20 Uhr
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Starkmacher, Fotos: Dominik Lechner

Begegnung zwischen Philosophie, Neurobiologie und Anthropologie

Auch drei Mitarbeiter der Starkmachers waren dabei und brachten sich in den Austausch unter verschiedenen Kulturen ein. Dominik Lechner berichtet: „Es ergab sich eine spannende Balance zwischen philosophischen Ansätzen und Fachwissen aus der Neurobiologie zu Themen wie Durchsetzungsvermögen, Begegnung und Mitgefühl. All diese Ansätze fließen im günstigen Fall ein in eine Erziehung zu Frieden und Gewaltlosigkeit und können helfen, Verhaltensmuster zu verstehen. Es ist ja wichtig, dass man sich seines eigenen Rahmens für Werte und Überzeugungen klar ist, wenn man andere für ein Engagement für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit motivieren und involvieren will.“

Brücken von der Theorie in die Praxis

Die Vorträge und Panels wurden in den Pausen intensiv diskutiert und auch in konkreten Beispielen und Arbeitserfahrungen heruntergebrochen. Ein Theaterpädagoge schaffte konkrete Bezüge zur aktuellen Situation der spanischen Gesellschaft und zeigte Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten.

Ein zweiter Schwerpunkt war die Beziehung zwischen Mensch und Natur mit konkretem Bezug zu jüngeren Ernährungstrends und der Wertematrix von Vegetariern und Veganern.

Mitreißendes Musical zeigt Perspektiven

Ein Highlight war dann der zweite Abend mit einem Konzert der Musical-Band „Mosaico“, bestehend aus Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren, die das Stück „Streetlight“ der internationalen Band Gen Rosso einstudiert hatten und mit viel Engagement und Begeisterung auf die Bühne brachten. Die Message des Stücks stand in perfektem Einklang mit den Inhalten des Kongresses: Friedenserziehung und die Überzeugung, sich selbst als gesellschaftlichen Multiplikator für den Frieden zu sehen, braucht Mut und Courage.