Kulturaustausch Gesellschaft

Gewaltprävention in jordanischen Schulen

Konflikte gewaltfrei lösen, Streit durch Vermittlung schlichten, Mobbingsituationen auflösen und demokratische Teilhabe einüben – das Projekt „Förderung von gewaltfreier Konfliktbearbeitung“ will diese Fertigkeiten in jordanischen Schulen implementieren, dafür arbeitet der Starkmacher mit der Caritas Jordanien zusammen und wird vom Institut für Auslandsbeziehungen dabei unterstützt.
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20.01.2020 / 10 Uhr
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Starkmacher, Fotos: Farid Amrouche

Konflikte gewaltfrei lösen

Wie viele Transformationsländer ist auch Jordanien mit schwierigen sozio-ökonomischen und politischen Problemlagen konfrontiert. Es besteht kein Zweifel, dass die kritischen Bedingungen starke Auswirkungen auf die Wirtschaft und das soziale Gefüge des Landes haben. Es wächst das Risiko, dass Vorurteile, Konflikte und Gewalt weiterwachsen. Angesichts der Flüchtlingskrise sind die jüngeren Generationen anfällig für nicht-demokratische Einstellungen, da sie die größten Verlierer der gegenwärtigen Krise sind. Die Schule ist ein zentraler Brennpunkt für solche Konflikte.

Schulung von Multiplikatoren

Dieses Projekt führt  Verfahren zur gewaltfreien Konfliktlösung (Peer Mediation), zur Intervention in Mobbingsituation (No Blame Approach) und zur demokratischen Meinungsbildung (Klassenrat) ein, die positive Erfahrungen ermöglichen sollen und alternative Handlungsoptionen aufzeigen. Zentral dabei ist ein kultursensibles Vorgehen im Sinne des „Do-No-Harm“-Grundsatzes und die Einbeziehung aller Akteure, auch der Eltern. Das Projekt will einen Beitrag dazu leisten, junge Menschen zu stärken, sie zur Teilhabe zu ermutigen und somit einen mittelfristigen Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft zu leisten.

Das Projekt bildet insgesamt 14 Jordanier*innen zu Multiplikator*innen aus, die das oben beschriebene Verfahren an fünf jordanischen Schulen etablieren und diese begleiten. Um dies zu realisieren, veranstaltete der Starkmacher e.V. in Zusammenarbeit mit der Caritas Jordanien zwei Workshops: einen in Amman (Jordanien) und einen in Bad Urach (Deutschland), die von  Mediations- und No Blame Approach- Trainerinnen geleitet wurden.

Im Dezember 2019 besuchte dann eine der Trainerinnen die jordanischen Schulen, um die aktuellen Fortschritte des Projektes einschätzen zu können.

Staatliche Unterstützung aus Deutschland

Das Projekt wird von Starkmacher e.V. in Zusammenarbeit mit Caritas Jordanien organisiert und durch das Institut für Auslandsbeziehungen mit Mitteln vom Auswärtigen Amt finanziert und unterstützt.

Das Projekt wird unterstützt von: