Jugendbegegnungen in Jordanien und Ägypten

Im August und Oktober 2018 nutzten Jugendliche aus Deutschland, Italien, Spanien ud Frankreich die Chance, an Jugendcamps in Jordanien teilzunehmen. Ein besonderer Aspekt dieser internationalen Begegnungen war der intensive Austausch mit Geflüchteten aus dem Irak und aus Syrien.
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01.01.1970 / 01 Uhr
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Die beiden Jugendbegegnungen wurden ermöglicht durch intensive Zusammenarbeit zwischen der Caritas Jordanien, dem Starkmacher e.V., der italienischen Initiative "Non dalla Guerra" und dem deutschen Verein "Akija". Die Jugendlichen waren untergebracht in ehemaligen Flüchtlingsunterkünften in Mafraq, etwa 80 km entfernt von der jordanischen Hauptstadt Amman.

Einblick in Fluchtschicksale

Durch die Vermittlung und die Zusammenarbeit mit der Caritas hatten die jungen Gäste aus Europa Zugang und intensiven Kontakt zu Familien, die aus Syrien und dem Irak nach Jordanien geflüchtet waren und zum Teil noch immer in sehr prekären Verhältnissen leben. Die Familien berichteten von ihrer Flucht, dem Leben als Geflüchtete in einem anderen Land und die Kinder waren dankbar für viel Abwechslung mit neuen Spielkameraden!

Die jungen Erwachsenen hatten auch Gelegenheiten, Land und Leute kennen zu lernen, nutzten die Gelegenheit, Amman kennenzulernen, die alten kulturhistorischen Stätten von Petra zu besichtigen und einen Ausflug ans Tote Meer zu machen.

Kulturelle Lerneffekte

"Ich hatte vorher schon viel gehört über die Flüchtlinge aus Syrien, in unseren Ländern ist die Welle der Hilfe und des ehrenamtlichen Engagements ja inzwischen etwas abgeebbt... Ich höre auch viele Vorurteile und war sehr froh, mir nun ein eigenes Bild machen zu können. Die Geschichten der geflüchteten Familien haben mich sehr getroffen und nachdenklich gemacht. Ich bin froh, dass ich auch konkret etwas tun und persönliche Beziehungen aufbauen konnte", zieht Johannes Deregowski Bilanz, der vom Starkmacher-team mit dabei war.

Die letzte Etappe der Partner, die hier zusammengearbeitet haben, war dann Ägypten, wo man sich in Kairo und Alexandria traf, um gemeinsam Bilanz zu ziehen und in die Zukunft zu blicken. "Wir möchten die fruchtbare Kooperation auf jeden Fall weiterführen und planen schon weitere Begegnungen im nächsten Jahr", freute sich Akija-Vorsitzender Nadim Amman aus Köln.