Neue Partner in Südafrika

Angeregt durch einzelne Kontakte und Kooperationen in anderen Projekten ist im September eine neue Partnerschaft zwischen dem deutschen Verein Starkmacher e.V. und der Organisation „Amava Oluntu“ in Südafrika konsolidiert worden. Neun engagierte Freunde des Starkmachers machten sich in den Süden des afrikanischen Kontinents, nach Muizenberg auf den Weg und nutzten die drei Wochen, um verschiedene Initiativen kennenzulernen.
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18.10.2019 / 19 Uhr
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Starkmacher, Fotos: Teresa Boulle

Nachhaltigkeitsziele vertiefen

Inhaltlicher Kern des Austauschs war das Engagement für die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der UN (SDG’s) und dabei insbesondere das letzte: „Think global, act local“. Durch die Starkmacher-Projekte „StartUpcycling“ und „YoUbuntu“ hatte es schon erste Kontakte gegeben und die beiden Partner entdeckten das Engagement für den Umwelt- und Naturschutz sowie für einen ressourcenschonenden Alltag bereits als gemeinsamen Nenner.

Austausch, Landeskultur und neue Arbeitsmethoden

Das Programm war ein guter Mix aus Methodenaustausch, Gesprächsrunden, Arbeitsgruppen und Besuchen von Partnerorganisationen. Darüber hinaus gab es kulturelle Angebote und Ausflüge, die einen tieferen Einblick in das Land und den Lebensalltag der Menschen geben konnten. Die internen Partner-Treffen halfen, Abläufe, Kommunikationswege, Strategien und wichtige Absprachen zu diskutieren und festzuhalten. Inhaltlich lag der Schwerpunkt der Zusammenarbeit und Besuchen auf Nachhaltigkeit, Community-Building und Jugendarbeit.

Das Kennenlernen von lokalen Organisationen und Partnern ermöglichte neue Einblicke und mögliche Kooperationen für Projekte.

Bunte Projekt- und Ideenbörse

Ein Highlight des Programms war die gemeinsam organisierte öffentliche Veranstaltung „Intersections“. Dabei wurden interessierte lokale Gruppierungen und Organisationen aus dem sozialen Bereich eingeladen, in Form von „Petchakutcha“-Präsentationen (ca. 3min) die wesentlichen Aspekte ihrer Arbeit vorzustellen. Es gab 35 Interessierte Gruppen, davon konnten 24 etwas vortragen. Die Veranstaltung in Muizenberg war sehr gut besucht und fand außerordentlich gute Resonanz. Man überlegt, ob man das Format nicht wiederholt.

Die Organisationen unterstützen sich fortan in der pädagogischen und organisationalen Weiterentwicklung.
Der nächste gemeinsame Meilenstein ist die Umsetzung des Jugendprojekts YoUbuntu von Januar bis Dezember 2020.

Soziales Unternehmertum unterstützen

Eine Frucht aus den bestehenden und wachsenden Kontakten in Südafrika ist das Projekt "Imaginarium":

Das 'Imaginarium' wird im April 2020 in Kapstadt als Lern- und Co-Work-Centre für soziale Innovation und Community Building eröffnet. Vor allem junge Erwachsene aus den Townships rund um Muizenberg sollen hier die Chance bekommen, ihre Potenziale zu entdecken sowie in Sozialunternehmertum trainiert und ausgebildet zu werden.

Das Imaginarium wird zum 'Social Maker Space': Es bietet Kompetenztrainings für junge Erwachsene, kreative und handwerkliche Workshops sowie Events für bürgerschaftliches Engagement. In einer von Bandenkriminalität geprägten Gesellschaft bietet es vor allem einen sicheren Lernort und eine positive Gemeinschaftserfahrung für alle Beteiligten.

Wer das Projekt druch Crowdfunding unterstützen will, findet HIER>> weitere Informationen dazu.