StartUpcycling

...lost generation? Von wegen! Dieses Projekt ist das Gegenteil von "lost generation" und zeigt jungen Bürgern, die für eine nachhaltige Welt leben wollen, echte Zukunftsperspektiven auf. Startupcycling kennt keine Wegwerfgesellschaft sondern geht von reichhaltigen Ressourcen aus und erkennt in Gebrauchtartikeln hohes Potential für kreative neue Nutzung. Das ist der Hintergrund des internationalen Projektes. Es geht darum, neue Wege des sogenannten Upcycling und der Nutzung von gebrauchten Gütern zu erschließen. Gleichzeitig soll dieses Projekt innovative unternehmerische Konzepte fördern und den Austausch unter Start ups mit neuen Upcycling-Ideen fördern.
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05.12.2016 / 18 Uhr
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Starkmacher, Fotos: Starkmacher

Die Herausforderungen: wachsende Müllberge und Jugendarbeitslosigkeit

Zwei wichtige Themen werden in diesem Projekt miteinander in Verbindung gebracht, die nicht nur viele europäische Länder bewegen sondern auch weltweit Thema sind: Die zunehmende Abfallproduktion und Jugendarbeitslosigkeit. Die stetig wachsenden Müllberge sind das Ergebnis von Produktion und Konsum, die nicht auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Überall sucht man daher nach effizienten klimaschonenden Methoden der Müllbeseitigung. Ein wichtiges Stichwort ist dabei "Upcycling": die Wiederverwendung von Produkten für eine neue Nutzung, ohne die Rohstoffe dabei abzuwerten.

Jugendarbeitslosigkeit ist ein zweites großes Problem vieler Nationen in und außerhalb Europas. Es führt zu sozialer Benachteiligung und Armut und hat als Nebeneffekte oft Resignation, Frustration und bisweilen auch Agression zur Folge.

Kreative Ideen fördern und Netzwerke ausbauen

Sechs Partner aus sechs verschiedenen Ländern führen Jugendliche heran an die Problematik und Perspektiven des Upcycling, machen sie mit Social Business-Ansätzen vertraut und ermutigen sie, eigene Unternehmen im "green business" zu gründen.

Es geht um den Austausch über Beispiele guter Praxis und die Vernetzung von Intitiativen der Jugendarbeit, und der sozialen Inklusion mit Unternehmen, die in diesem Bereich bereits gute Erfahrungen gesammelt haben.

Projektetappen

Das Projekt besteht aus vier Bausteinen:

1. Recherche über bereits existierende Ansätze des Upcycling und Zusammenstellung von Beispielen guter Praxis. Daraus soll eine fundierte Informationsbroschüre erstellt werden.

2. Engagierte in der Jugendarbeit sollen im Bereich Upcycling und Unternehmensgründung geschult werden. Dafür sind drei internationale Austauschforen für Sozialarbeiter in Südafrika, Indien und Deutschland vorgesehen.

3. Auf nationaler Ebene sollen die Projektteilnehmer kreative Upcycling-Produkte entwickeln und dabei vor allem benachteiligte Jugendliche und solche, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, einbeziehen.

4. Schulung und Netzwerke im Bereich Unternehmensgründung und Geschäftsentwicklung. Ein eLearning-Kurs sowie eine Plattform für internationale Kontakte, Unternehmens-Tutoren und mögliche Absatzmärkte sollen entstehen.

 

Mehr Informationen und aktuelle Infos gibt es auf www.startupcycling.starkmacher.eu

 

 

Das Projet wird gefördert vom Erasmus+-Programm "Capacity Building for Youth"