BEST - Training in Portugal

Im Rahmen des Projekts BEST "Boosting Environmental & Social Topics" trafen sich die Projektpartner mit dem Titel "Orientierung finden, um erfolgreich zu führen". Die Teilnehmer:innnen besuchten die AMU Portugal in Alenquer (Lissabon) und konnten eine ganze Woche lang in die Gemeinschaftskultur dieses Partners eintauchen. Der Schwerpunkt der Schulung lag auf der Orientierung und der Erprobung spezifischer Instrumente, die für die Gestaltung des Lehrplans und der Folgenabschätzungsprozesse im Rahmen des BEST-Projekts benötigt werden.
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12.05.2022 / 10 Uhr
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Starkmacher

Das zweite transnationale Treffen und die Schulung der Partner

Zu Beginn der Schulung berichteten Francisco Maia (Vorstandsvorsitzender) und Margarida Rodriguez (Sozialassistentin und Projektmanagerin) über die Erfahrungen und bewährten Praktiken von AMU Portugal, die vor allem aus dem Projekt RAISE - Alternative Response for Social Integration and Entrepreneurship - stammen, das über 120 Menschen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz oder bei der Aufnahme einer eigenen unternehmerischen Tätigkeit durch einen personalisierten Ansatz unterstützt und ein starkes Netzwerk aus Unternehmen, Verbänden/Non-Profit-Organisationen, staatlichen Einrichtungen (eine Gemeinde und das portugiesische Institut für Beschäftigung und Berufsbildung) und der Zivilgesellschaft aufgebaut hat. Für die Unternehmerschulung im Rahmen von RAISE hat AMU Portugal in Zusammenarbeit mit der Vereinigung für eine Wirtschaft der Gemeinschaft (EoC) in Portugal (AEoC Portugal) und dem portugiesischen Knotenpunkt des Economy of Communion International Incubating Network (EoC-INN) die Initiative Communion Entrepreneurship Bootcamp entwickelt, die eine einzigartige Erfahrung für die Entwicklung und Erkundung von Geschäftsideen sein soll, die darauf abzielen, einen Unterschied in der Gesellschaft zu machen, indem die Menschen und ihr Wohlergehen stets in den Mittelpunkt der wirtschaftlichen Aktivitäten gestellt werden. Das Bootcamp basiert auf den Grundsätzen von EoC, einem alternativen Wirtschaftsmodell, und bietet alle notwendigen Instrumente für die Entwicklung einer Geschäftsidee in einem Umfeld der Gemeinschaft und des Dialogs. Für diese Initiative wurde unter anderem ein spezielles Tool mit dem Namen "Communion Model Canvas" entwickelt und an das "Business Model Canvas" angepasst, um Aspekte der Gemeinschaft einzubeziehen und den Menschen in den Mittelpunkt des Modells zu stellen.

Dies ist eines der Instrumente, die AMU Portugal vorschlägt, in die BEST Toolbox aufzunehmen, die als Ergänzung zum Lehrplan dienen soll, zusammen mit anderen Instrumenten, die auf dem ersten transnationalen Treffen und der Schulung der Partner vorgestellt wurden, nämlich die Economy for the Common Good (ECG)-Matrix, die Verifizierungsmatrix, die von Professor Giuseppe Argiola von der Universität Sophia in Incisa Valdarno (Toskana) entwickelt wurde, und der Impact Wizard, der von der Social Innovation Factory unter Mitwirkung des Partners KU Leuven entwickelt wurde.

Austausch von best pratice Beispielen

Neben der gemeinsamen Arbeit an den Projektergebnissen bot die Fortbildungswoche den BEST-Partnern die Gelegenheit, von portugiesischen Experten in diesem Bereich Anregungen und Orientierungshilfen für die Entwicklung des Lehrplans und die Folgenabschätzungsprozesse zu erhalten. Zu diesem Zweck besuchten mehrere Vertreter erfolgreicher Initiativen das Projekt und tauschten sich über bewährte Praktiken und Schulungserfahrungen in formalen und nicht-formalen Kontexten aus.

Abrunden der Woche mit Canva

Abgerundet wurde die Fortbildungswoche durch einen Workshop zum Thema "Communion Model Canvas", der von den EoC-iin Portugal-Koordinatoren Mário Maia Matos und Hernán Rodriguez geleitet wurde und in dem die Teilnehmer das Modell testen und sich der Herausforderung stellen konnten, den Aspekt der Gemeinschaft in einem Unternehmen zu berücksichtigen. Zur Vorbereitung dieses Workshops hatten die Teilnehmer während der gesamten Woche gruppendynamische Übungen, wurden in zwei Teams eingeteilt und mussten an der Business Model Canvas von zwei Unternehmen arbeiten, mit denen die BEST-Partner bereits eine enge Beziehung haben und mit denen sie vertraut sind. Dies war eine wichtige Übung, um zu verstehen, dass jeder (jede:r Mitarbeiter:in) in irgendeiner Weise (mit seiner Erfahrung und seinen Ideen) einen Beitrag leisten kann und dass selbst Unternehmen, die bereits sozial und ökologisch nachhaltige Praktiken anwenden, noch einen Schritt weiter gehen können, wenn ein partizipativer Prozess eingeführt wird (jede:r wird einbezogen) und die richtigen Instrumente bereitgestellt werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass dies ein Prozess ist, der seine Zeit braucht, obwohl die Veränderungen dringend notwendig sind.

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